|
|
Geschichte
Die Pfarre St. Joachim entstand durch Abtrennung des nördlich der Bahnlinie
Düren – Aachen gelegenen Teiles der Pfarre St. Marien. Ein rasches Anwachsen der
Bevölkerung infolge zunehmender Industrieansiedlung in dieser bisher nur
spärlich bebauten Gemarkung machte die Abtrennung erforderlich.
Am 22.03.1901 verfügte der Kölner Erzbischof Simar die Errichtung der
selbständigen Pfarre St. Joachim, die bis dahin ein Rektorat der Marienpfarre
war. Die heutige Pfarrkirche entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach Plänen des
Kölner Regierungsbaumeisters Krings im neuromanischen Stil.
Den Grundstein legte am 18.08.1895 der damalige Pfarrer von St. Marien, die Kirchweihe vollzog am 28.11.1897 der Kölner Weihbischof Schmitz.
Eine grundlegende Renovierung der Kirche erfolgte zwischen 1976 und 1988. Bei dieser Gelegenheit erhielt der Turm einen neuen Helm, im Kircheninnern wurde u.a. die Marienkapelle eingerichtet.
Von der Einrichtung der Kirche sind sehenswert:
- Verschiedene Skulpturen, die von dem Kölner Künstler Prof. Albermann gestaltet wurden.
Ihm verdanken wir unter anderem auch die Plastik Christus am Ölberg im alten Muttergotteshäuschen.
- Die nach Entwürfen der Aachener Künstlerin Maria Katzgrau gestalteten Fenster.
Sie ersetzen die Notverglasung der im Kriege zerstörten Buntglasfenster. Die Langhausfenster zeigen Männer und Frauen um Christus, das Thema der Chorfenster ist die Schöpfung.
- Die von dem renommierten Orgelbauer Klais in Bonn gebaute Orgel.
Zahlreiche Orgelkonzerte mit hervorragenden Organisten machten die Qualität dieses Instruments in der Region und darüber hinaus bekannt.
- Das Büstenreliquiar des Pfarrpatrons im Chor der Kirche.
Der Goldschmied Woltz, Jülich, schuf diese Arbeit aus Anlaß des Silbernen Priesterjubiläums des ersten Pfarrers an St. Joachim, Heinrich Lauscher.
An Pfarrer Lauscher, der seine letzte Ruhestätte auf dem Neuen Friedhof in Düren fand, erinnert heute noch die nach ihm benannte Lauscherstraße.
|