Gemeinschaft der Gemeinden Düren-Nord
GdG Düren-Nord
GdG Düren-Nord

 
St. Arnold Arnoldsweiler
St. Arnold
Arnoldsweiler
St. Joachim Düren-Nord
St. Joachim
Düren-Nord
St. Peter Birkesdorf
St. Peter
Birkesdorf
St. Martin Derichsweiler
St. Martin
Derichsweiler
St. Michael Echtz
St. Michael
Echtz
Herz-Jesu Hoven
Herz-Jesu
Hoven
St. Mariae Himmelfahrt Mariaweiler
St. Mariae Himmelfahrt
Mariaweiler
St. Peter Merken
St. Peter
Merken

> Unsere Pfarrgemeinde
> Einrichtungen, Gruppen, Arbeitskreise
> Geschichte
> Kirchenrundgang
> Pfarrpatron
> Impressum
 
Pfarrübergreifendes
> Ansprechpartner
> Termine und Informationen
> Gottesdienste
> Sakramente

Der hl. Arnold (lat. Arnoldus) von Arnoldsweiler und seine Verehrung


Arnoldusbüste Leider gibt es keinen zeitgenössischen Bericht über den Sänger am Hofe Karls des Großen. Die älteste erhaltene Abschrift einer Lebensbeschreibung des heiligen Arnold stammt aus dem 14. Jahrhundert und beruht auf einer Vita, die aus dem 12. Jahrhundert stammen soll. Wenn diese auch manche legendenhafte Züge aufweisen mag, sind ihr doch wesentliche Fakten der Lebensumstände zu entnehmen:

"Zur Zeit des glorreichen Königs Karl trug es sich zu, dass von den Grenzen des Griechenlandes ein gewisser Lyriker mit Namen Arnoldus in diese Gegenden kam und an dem königlichen Hofe seiner Geschicklichkeit halber aufgenommen wurde. Gleich einem zweiten David wusste er auf der Harfe und anderen sanft klingenden Musikinstrumenten den König sehr einnehmend zu ergötzen ....

Am meisten aber gingen alle seine Bemühungen dahin, den Armen und Waisen beizuspringen; denn was er sich mit dem Saitenspiele erwarb, teile er getreulich mit den Armen und Waisen ...

Es trug sich zu, dass König Karl mit seinen Gefährten bei dem Dorfe Ginizvilere (das jetzt aus Ehrfurcht vor dem Heiligen Arnoldsweiler genannt wird) auf der Jagd beschäftigt war, weil in der Nähe dieses Ortes der Wald lag, welcher die Burgula genannt wird. Um diesen Wald herum lagen viele Ortschaften, deren Bewohner am notwendigen Holze Mangel litten, und durften auch nichts aus dem Walde zu ihrer Bedürfnis nehmen; denn es war über denselben ein königlicher Fiskus gesetzt....
Eines Tages, als der König zu Tische saß und der Diener ihm das Wasser zur Händewaschung reichte, war auch Arnoldus gegenwärtig...."

Dieser bat den König, ihm denjenigen Teil des Waldes zu schenken, den er während des Mahles umreiten könne. Nach gelungenem Umritt erhielt Arnold den Bürgewald als Lehen. Er hatte nun das Nutzungsrecht auf Weidgang, Eichelmast und Holzgerechtigkeit, das er auf die umliegenden Ortschaften übertrug. Der Wildbann wurde weiterhin vom König ausgeübt, er ging später an den Herzog von Jülich über.

Seinen Lebensabend verbrachte Arnold in Arnoldsweiler. Im Alter trat er eine Pilgerreise nach Spanien an, die er aber wegen einer Hungersnot in Frankreich abbrechen musste. Auf dem Rückweg gelangte er an den Fluss Gerunda,(Garonne bezw. Gironde), in den er den vom Kaiser als Zeichen der Waldübergabe erhaltenen Ring warf, mit der Bitte an Gott, dieser möge ihm den Ring erst kurz vor seinem Tode wieder zukommen lassen. Weiterhin beschenkte Arnold Arme, diese kauften für das erhaltene Geld Fisch, fanden den Ring und brachten ihn Arnold. Nun beeilte sich Arnold, nach Hause zu kommen; er starb dort am 18. Juli 8?? (das Jahr ist unbekannt) und wurde in der Kapelle begraben. Seitdem wird er als Heiliger verehrt, was aber erst 1168 in einer Urkunde erwähnt wird.

Nach dieser Vita malte der Maler Peter Hecker die Arnolduskapelle 1913/1914 und noch einmal 1952 (Beseitigung von Kriegsschäden) in 24 Bildern aus. An der westlichen Nordseite des Kirchengewölbes begann er mit der Schilderung, führte die einzelnen Stationen chronologisch fort und setzte Haupteigenschaften und -wirken des Heiligen in das Kreuzrippengewölbe des Chores.
(nach Dorothea Eimert 1974)

Zu Ehren des hl. Arnold wird jedes Jahr in Arnoldsweiler die Arnolduswoche abgehalten.

Weitere Literaturhinweise und eine Darstellung über den hl. Arnold sind unter Arnold von Arnoldsweiler zu finden.